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Bestimmungen für Hochzeiten
Seit Januar 2002 ist es aufgrund einer Gesetzesänderung auch für Ortsfremde möglich, eine rechtsgültige Ehe auf Aruba zu schließen. Zivile Trauungen werden nur im Standesamt (Bureau Burgerlijke Stand) in Oranjestad vorgenommen. Eheschließungen finden montags bis freitags zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr sowie zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr und samstags zwischen 10.00 und 12.00 Uhr statt. Gepflegte Kleidung ist vorgeschrieben. Bitte keine Shorts. Nach einer rechtsgültigen Eheschließung auf Aruba oder durch einen Standesbeamten in ihrem Heimatland können sich Paare zudem kirchlich trauen lassen. Bei einer standesamtlichen Trauung im Heimatland müssen Sie Ihre Hochzeitsurkunde mitbringen und die örtlichen Stellen im Voraus informieren.
Bestimmungen für die standesamtliche Trauung (amerikanische und britische Staatsbürger)
Das Paar muss einen Letter of Non-Impediment einreichen. Hierbei handelt es sich um ein von einer staatlichen Stelle an Ihrem Wohnort ausgestelltes Dokument, das besagt, dass laut ihren Urkunden beide Partner gegenwärtig ledig sind und sich folglich miteinander verheiraten können. Beide Partner müssen eine beglaubigte Kopie ihrer Geburtsurkunde, auf der die Namen ihrer Eltern vermerkt sind, einreichen, welche die örtlichen Behörden einbehalten. Wenn Sie eine Original-Geburtsurkunde einreichen, wird Ihnen diese bei Ihrer Ankunft auf der Insel zurückgegeben. Für beide Geburtsurkunden muss zudem eine Apostille beantragt werden, welche die Echtheit der Unterschriften bestätigt. Diese kann bei den örtlichen Behörden des Bundesstaates, welcher die Geburtsurkunde ausgestellt hat, erhalten werden. Das Paar muss eine Bereitschaftserklärung (Letter of Intent) einreichen, die von den Behörden vor Ort bereitgestellt wird. Ist ein Partner geschieden, muss er eine Kopie seines Scheidungsurteils (endgültiges Urteil) vorlegen. Ist ein Partner verwitwet, muss er eine Kopie der Sterbeurkunde vorlegen. Beide Partner müssen im Besitz eines gültigen Reisepasses sein und bei der Einreichung der Papiere Kopien von den Seiten mit wichtigen Informationen anfertigen. Außerdem eingereicht werden müssen die Kopien der Reisepässe der Zeugen. (Hat das Paar keine Zeugen, können wir Ihnen gegen Aufpreis Zeugen zur Verfügung stellen.) Alle Dokumente müssen mindestens einen Monat vor dem gewünschten Heiratstermin per Kurierdienst (wie z.B. FedEx) zugestellt werden.
Religiöse Zeremonien
Römisch- Katolische Kirche Aruba hat gegenwärtig einen einzigen Priester, der römisch-katholische Feiern für Ortsfremde ausrichten kann, die nur in der Alto Vista Kirche stattfinden können. Termine sind knapp und nur schwer zu vereinbaren.
Protestantische/ Methodische Kirche Die Zeremonie kann von einem Geistlichen in der örtlichen protestantischen/episkopalischen oder methodistischen Kirche oder an einem Ort abgehalten werden. Vor der Zeremonie auf der Insel muss dem Geistlichen eine Kopie der Heiratsurkunde vorgelegt werden, aus der hervorgeht, dass die Partner zuvor in ihrem Heimatland eine rechtsgültige Ehe geschlossen haben. Das Paar muss einen Brief ihres Geistlichen vorlegen, der besagt, dass sie regelmäßige Kirchgänger sind. Für alle religiösen Trauungen ist geeignete Kleidung vorgeschrieben, das heißt keine Badebekleidung oder Wickeltücher für die Braut. Bräutigame können kurze Hosen tragen.
Jüdische Synagoge Beide Partner müssen eine Überprüfung ihrer Zugehörigkeit zum jüdischen Glauben durch den Rabbi ihres Heimatortes einreichen. Der Rabbi akzeptiert entsprechende Bescheinigungen von anerkannten Gruppierungen (orthodox, konservativ, reform, liberal, rekonstruktionistisch). Außerdem muss bei der jüdischen Gemeinde von Aruba ein förmlicher Antrag gestellt werden. Die Trauung kann in der Synagoge oder an einem anderen Ort Ihrer Wahl stattfinden. Die Synagoge von Aruba ist eine unabhängige Kongregation (konservativ-reform).
Auf See Laut niederländischer Gesetzgebung ist ein Schiffskapitän nicht zur Durchführung einer Trauung befugt. Dies gilt für internationale Gewässer und für den Hafen. Eine Ausnahme von dieser Regel ist nur möglich, wenn er von dem Land, unter dessen Flagge das Schiff registriert ist, zuvor eine entsprechende Erlaubnis erhalten hat.
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